Aus der Jugend für die Jugend: Für Fairness, Spaß und Entwicklung
5. Januar 2026
Tim hat schon als Kind beim FSV Kürenz mit dem Fußballspielen begonnen. Über die Jahre wuchs nicht nur seine Leidenschaft für den Sport, sondern auch seine Verbundenheit zum Verein. Heute steht er selbst auf dem Trainingsplatz – als Trainer der Bambini- und F-Jugend. Der Schritt vom Spieler zum Trainer war für ihn eine neue Erfahrung, die ihm viel Geduld, Verantwortung und einen anderen Blick auf den Fußball abverlangt. Doch jeder Veränderung und Herausforderung zum trotz hat er nur eins für die Kinder im Blick: der Spaß und die Freude am Fußball.
Tim, du hast beim FSV Trier-Kürenz schon in jungen Jahren mit dem Fußball spielen begonnen – was hat dich damals zum Fußball gebracht?
Tim: Zum Fußballspielen bin ich gekommen, wie es viele aus eigener Erfahrung kennen: Mein Freund Johannes erzählte mir am ersten Schultag, dass er beim FSV Kürenz Fußball spielt. Noch am selben Tag ging ich erstmals mit zum Training – und bin dem Verein bis heute treu geblieben.
Inzwischen bist du Trainer der Bambinis und F-Jugend – was macht dir daran am meisten Spaß?
Tim: Für mich fühlt sich das ein Stück weit wie „back to the roots“ an. Als Spieler selbst in der Jugend angefangen zu haben und nun genau diese Kinder zu trainieren, hat etwas Besonderes. Am meisten Freude macht es mir, wenn die Kinder auf mich zukommen, wir uns kurz unterhalten und gemeinsam Scherze machen. Besonders schön ist es auch zu sehen, wie Kinder, die neu sind oder noch nicht so gut Deutsch sprechen, beim Fußballspielen aufgehen und sichtbar Spaß haben.
Wie war der Einstieg ins Trainerdasein - und was hast du dabei gelernt?
Tim: Der Einstieg ins Trainerdasein war für mich anspruchsvoller als gedacht, da ich den Fußball zuvor nur aus der Perspektive des Spielers kannte. Besonders bei den jüngsten ist es eine Herausforderung, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und Struktur in das Training zu bringen. Dabei habe ich gelernt, mich durchzusetzen, ohne streng zu sein, und die Kinder altersgerecht zu begleiten. Fußballerisch beginnt alles bei den Grundlagen, den absoluten Basics, was Geduld erfordert. Mit der Zeit entwickelt sich jedoch eine Routine, die vieles erleichtert.
Gleichzeitig hat mir die Trainerrolle gezeigt, wie viel Verantwortung mit dieser Aufgabe verbunden ist. Entscheidungen zu treffen, Training vorzubereiten und für eine Gruppe Verantwortung zu übernehmen – es ist oft anspruchsvoller, als es von außen wirkt. Dadurch habe ich ein deutlich besseres Verständnis und mehr Respekt für Trainer entwickelt und schätze den Einsatz und die Mühe, die hinter jeder Trainingseinheit steht, heute viel bewusster.
Du engagierst dich auch als Schiedsrichter – was motiviert dich dazu?
Tim: Was mich motiviert, ist vor allem der Spaß daran, Spiele zu leiten und Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen. Für viele klingt das zunächst vielleicht ungewöhnlich, weil man oft hört, dass Schiedsrichter nur Kritik oder Beleidigungen abbekommen. Bis jetzt habe ich das jedoch noch nicht erlebt, und gerade das Leiten der Spiele macht mir Freude.
Außerdem ist es eine Möglichkeit, mein Fußballwissen, das ich mir über die Jahre als Spieler angeeignet habe, einzusetzen und frisch zu halten. Im Idealfall sorge ich dabei für Fairness und Ordnung auf dem Platz. Eine offizielle Schiedsrichterlizenz habe ich bisher noch nicht, aber ich überlege, diese künftig zu machen – parallel zu meinem Trainerschein, den ich bereits erworben habe.
Du warst beim FVR-Vereinsdialog dabei – was hast du daraus für dich und den FSV Kürenz mitgenommen?
Tim: Ich fand es erst einmal sehr schön, dass der Vereinsdialog überhaupt zustande gekommen ist und dass wir als Verein daran teilnehmen durften. Der Austausch war offen und lebendig, es wurde viel diskutiert – auch kontrovers –, aber genau das hat den Abend ausgemacht. Man hatte das Gefühl, dass wirklich Interesse daran bestand, unterschiedliche Perspektiven aus dem Verein zu hören.
Inhaltlich ging es um viele Themen, zum Beispiel um neue Spielformen wie 3 gegen 3 auf zwei Tore: Warum wird das eingeführt, was steckt dahinter und wie sinnvoll ist das aus Vereinssicht? Darüber hinaus wurde auch darüber gesprochen, wie der Verein insgesamt dasteht und wie er von außen wahrgenommen wird. Für mich war es ein spannender Einblick und eine gute Gelegenheit, den eigenen Blick auf den Verein zu erweitern und Dinge einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
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